Wer eine Ferienwohnung in Jávea im Mai oder Juni bucht, macht aus meiner Sicht alles richtig. Ich lebe seit zehn Jahren an der Costa Blanca und ich sage immer wieder dasselbe: Spätfrühling ist die beste Zeit in Jávea. Temperaturen zwischen 25 und 28°C, das Meer bereits auf rund 20°C, freie Tische in den besten Restaurants, bezahlbare Parkplätze am Arenal-Strand — und keine Spur vom August-Chaos. Hier sind 15 Dinge, die sich gerade jetzt besonders lohnen.
1. Wanderung im Montgó-Naturpark
Der markante Kalksteinberg über Jávea ist im Mai schlichtweg atemberaubend. Die Rundtour ab Jesús Pobre (ca. 11 km) führt durch blühendes Macchia-Gestrüpp und endet mit einem Panorama über das Cap de la Nau bis zu den Balearen. Start um 7:30 Uhr empfohlen, mindestens 2 Liter Wasser mitnehmen. Auf dem Weg lohnt sich ein Abstecher zur Cova de l'Elefant — eine Felsformation, die tatsächlich wie ein Elefant aussieht.
2. Kajak zu den Meereshöhlen bei Granadella
Die Cala de la Granadella gehört zu den schönsten Buchten der Costa Blanca. Im Mai ist das Wasser bereits glasklar, aber der Andrang noch überschaubar. Kajak-Verleih direkt am Strand (ca. 15 €/Stunde). Paddelrichtung Süden entlang der Felsklippen — wer die versteckten Grotten und Bögen im Fels findet, wird das nicht so schnell vergessen.
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Unterkünfte ansehen →3. Altstadt bummeln und Markt besuchen
Jáveas Altstadt (El Pueblo) wird von Touristen oft unterschätzt. Die Kirche San Bartolomé aus dem goldgelben Tuffstein (tosca) ist ein echtes Kleinod der valencianischen Gotik. Dienstags und freitags findet der Mercado Municipal statt: lokale Erdbeeren, Mandeln, Olivenöl, Honig aus der Comarca. Dazu ein Kaffee in der Calle Mayor — das ist das echte Jávea.
4. Stand-Up-Paddling am Arenal bei Sonnenaufgang
Der Arenal-Strand füllt sich im Hochsommer bis auf den letzten Quadratmeter. Aber um 7 Uhr morgens im Mai gehört er fast dir allein. Das Licht auf dem Montañar-Kap ist zu dieser Stunde einfach schön. Verleihe starten ab 9 Uhr — wer früher will, muss eigenes Equipment mitbringen.
5. Die Küstenroute am Cap de la Nau
Vom Leuchtturm Faro del Cap de la Nau aus führt ein Klippenweg nordwärts zur Cala Blanca und weiter zur Cala de la Barraca. Etwa 6 km in eine Richtung, Umkehrzeitpunkt nach Belieben. Im Mai blüht es noch, Audouin-Möwen brüten an den Felsen unten — eine gefährdete Art, die hier vorkommt. Wunderschön.
6. Arròs a banda im La Perla del Mar
Der Klassiker der valencianischen Fischerküche: Reis gekocht in Fischfond, der Fisch wird separat serviert. La Perla del Mar am Hafen macht das besser als die meisten. Für zwei Personen mit Hauswein liegt man bei etwa 28–35 €. Auch im Mai empfiehlt sich eine Reservierung — die Einheimischen kennen dieses Lokal.
7. Bootsausflug nach Portitxol
Diese Felsbucht nördlich des Cap de la Nau ist nur vom Wasser aus erreichbar. Im Mai starten mehrere Anbieter vom Hafen Jávea (ca. 30–40 € pro Person inkl. Schnorchelstopp). Das Wasser über den Posidonia-Seegraswiesen hat eine Türkisfarbe, die man kaum glauben kann. Unbedingt mitnehmen.
8. Den Hafen beim Fischeinlauf erleben
Gegen 17 Uhr laufen die Fischerboote in den Hafen von Jávea ein und die Fänge werden ausgeladen. Ein Glas Wermut dazu im Bar Encuentro, dazu das Schauspiel mit den Pelikanen und Möwen um die Fischreste — das ist das authentische Jávea, das man in keinem Reiseführer findet.
9. Radtour auf dem Radweg Richtung Dénia
Der alte Bahntrasse-Radweg verbindet Jáveas Umland mit Dénia auf einer überwiegend flachen, schattigen Strecke durch Orangenhaine. Im Mai duften vielleicht noch die letzten Orangenblüten. Fahrradverleih in beiden Orten für ca. 12–15 €/Tag.
10. Frühstück im Café El Holandés
Dieses kleine Café nahe der Altstadt wird von niederländischen Besitzern geführt und ist seit Jahren mein persönlicher Favorit in Jávea. Exzellenter Kaffee, Tostada mit Tomate und Olivenöl für 3,50 €, eine Terrasse im Morgensonnenschein. Vor 9:30 Uhr ankommen — danach wird's voll.
11. Schnorcheln am Cap Prim
Weniger bekannt als Granadella, aber für Schnorchler mindestens genauso lohnend. Die Felsformationen am Cap Prim (nördlich des Montañar-Kaps) beherbergen Tintenfische, Seebrassen und im Mai gelegentlich junge Barracudas. Keine Infrastruktur vor Ort — alles selbst mitbringen. Parken an der Avenida del Mediterráneo.
12. Sonnenuntergang vom Mirador El Tossal
Ein Hügel hinter den Wohngebieten Jáveas mit einem Aussichtspunkt, der 360-Grad-Sicht bietet: Montgó im Rücken, die weite Bucht vor einem, an klaren Tagen Ibiza am Horizont. 20 Minuten Fahrt plus 10 Minuten Fußweg. 30 Minuten vor Sonnenuntergang ankommen.
13. Sonntagsmarkt in Gata de Gorgos
Nur 10 Minuten landeinwärts ist dieses Dorf bekannt für seine Korbflechter-Werkstätten. Der Sonntagsmarkt (9–13 Uhr) ist klein, aber echt: lokale Produkte, echtes Handwerk, kein touristisches Einerlei. Kombinierbar mit einem Spaziergang durch die Flechtereien des Dorfes.
14. Craft Beer am Hafen
In den letzten Jahren hat sich in Jávea eine kleine Craft-Beer-Szene entwickelt. Die Cervecería Jávea (Calle Príncipe de Asturias) braut lokal und das Flagship-Bier 'Montgó Pale Ale' ist wirklich empfehlenswert — gut zu einer Wurst-Käse-Platte mit regionalen Produkten.
15. Yoga am Strand des Arenal
Mehrere Yogalehrer bieten in Mai und Juni Morgenklassen am Arenal-Strand an. Eine Einheit kostet ca. 12–15 €. Eine entspannte Mischung aus Expats und Urlaubern, tolles Ambiente. Aktuell buchbare Kurse unter 'yoga Jávea Arenal' zu finden.
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Mai und Juni in Jávea: warm genug, entspannt genug, und noch vor dem großen Ansturm. Wer das einmal erlebt hat, bucht nie wieder in der Hauptsaison.




