Nach zehn Jahren auf der Costa Blanca gibt es für mich nur eine Antwort auf die Frage, wann man Moraira am besten besuchen sollte: September. Ohne Zögern. Die Massen sind verschwunden, das Meer hat noch immer angenehme 26°C, auf den Restaurantterrassen gibt es freie Plätze, und das Licht nimmt jenen honigfarbenen Ton an, der jedes Foto mühelos malerisch wirken lässt. Wenn August Moraira auf vollen Touren bedeutet, ist September Moraira von seiner absolut besten Seite.
Dieser Ratgeber zeigt euch alles, was ihr für einen Urlaub in Moraira im September wissen müsst — Wetter, Strände, Aktivitäten, Gastronomie und warum das Buchen einer Ferienwohnung in Moraira für September eine der klügsten Reiseentscheidungen des Jahres sein kann.
Wie ist das Wetter in Moraira im September?
Warm, trocken und schlicht wunderschön. Die Tagestemperaturen liegen zwischen 27°C und 31°C, während sie abends auf angenehme 19–22°C fallen — ideal für laue Abende auf der Terrasse, ohne die drückende Augusthitze, die einen bis mittags in den Schatten treibt.
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Unterkünfte ansehen →Die Meerestemperatur rund um Morairas Küste beträgt im September 25–27°C. Das ist wärmer als die meisten Freibäder in Nordeuropa. Ihr werdet jeden Tag schwimmen — wahrscheinlich zweimal. Das Wasser ist klar, ruhig und trägt noch die tiefe Sommerwärme, die das Mittelmeer bis weit in den Oktober hinein hält.
Regen? Statistisch ab Mitte September möglich, aber in der Praxis sind die meisten Septembertage in Moraira strahlend sonnig. Vielleicht ein dramatisches Nachmittagsgewitter, das sich in einer Stunde legt und die Luft nach Pinien und Erde duften lässt. Eine leichte Jacke für den Abend — mehr braucht ihr wirklich nicht.
Die Strände ohne Gedränge
Das ist das eigentliche Geheimnis des September in Moraira. Die Strände — El Portet, L'Ampolla, La Cala del Baladrar — sind noch voll in Betrieb, die Chiringuitos geöffnet, die Liegenverleih läuft, aber man findet tatsächlich einen Platz, ohne um 8 Uhr morgens mit dem Handtuch anzurücken.
El Portet ist mein persönlicher Favorit zu dieser Jahreszeit. Eine kleine, geschützte Bucht hinter dem Kap, in der man im September ruhig zu den Bojen hinausschwimmen, auf dem Rücken treiben und die Hangvillen betrachten kann — ohne Ellenbogen im Gesicht. Die Sichtweite am El Portet ist im September außergewöhnlich gut: Die sommerliche Planktonblüte hat sich gelegt, und man sieht die Seegraswiesen klar bis auf 4–5 Meter Tiefe.
La Cala del Baladrar nördlich des Ortes Richtung Benissa lohnt ebenfalls einen Besuch. Kleiner, felsiger, ruhiger und von einem ganz eigenen Charme. Wasserschuhe und Schnorchelausrüstung empfehlen sich.
Was man in Moraira im September unternehmen kann
Richtig auf der Terrasse essen. Im August machen Warteschlangen und Hitze das Abendessen im Freien zu einer anstrengenden Angelegenheit. Im September kann man sich gemütlich im El Empordà oder in einem der Hafenrestaurants niederlassen und drei Stunden über dem Essen verbringen — ohne zu schwitzen. Die Gastronomie in Moraira ist schlicht ausgezeichnet: frischer lokaler Fisch, gute Weinkarten und ein Lebenstempo, das die Frage aufwirft, warum man je schnell gegessen hat.
Der Küstenpfad. Der 7 km lange Wanderweg vom Burgkap Morairas bis zum Cap d'Or und zurück über die Klippen ist eine der schönsten Küstenwanderungen der Costa Blanca. Im September macht die Temperatur ihn wirklich genussvoll statt schweißtreibend. Start um 7:30 Uhr, das frühe Licht über dem Meer einfangen — und ihr seid zum Frühstück um 10 Uhr wieder da.
Das Jalón-Tal und Weinverkostungen. Moraira liegt am Rand einer der unterschätztesten Weinregionen Spaniens. Das Jalón-Tal (Vall de Pop) ist 20 Autominuten entfernt, und im September ist die Moscatel-Weinlese in vollem Gange. Weingüter wie Bodegas Xalo empfangen Besucher zu Verkostungen. Das ist eine der authentischsten Erfahrungen, die ihr von Moraira aus machen könnt — und die in kaum einem Reiseführer steht.
Tagesausflug nach Jávea oder Calpe. Die Küstenstraße nach Jávea (15 Minuten) und weiter nach Calpe (25 Minuten) gehört zu den schönsten Autofahrten Spaniens. Im September sind beide Orte noch belebt, aber entspannt erkundbar. Der Peñón de Ifach in Calpe — der riesige Kalksteinfelsen, der ins Meer ragt — lässt sich in etwa einer Stunde erklimmen und bietet Ausblicke, die die gesamte Küstenlinie neu erfahrbar machen.
Den Ort selbst entdecken. Das Ortszentrum und der Hafen von Moraira laden zu einem gemächlichen Bummel ein. Der wöchentliche Markt in Teulada (der Gemeinde, zu der Moraira gehört) ist im September merklich lokaler und weniger touristisch geprägt. Lokaler Honig, Moscatel-Trauben aus dem Jalón-Tal oder Turrón für Vorausplaner — die Auswahl lohnt sich.
Wo man in Moraira im September übernachten sollte
Eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus in Moraira ergibt im September besonders viel Sinn. Ihr habt die Freiheit, auf dem Markt einzukaufen, zu kochen, wann ihr möchtet, und die langen warmen Abende voll auszukosten. Die meisten Unterkünfte haben private Pools, die im September 26–28°C warm sind — ihr habt also quasi euren eigenen privaten Strand.
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Praktische Tipps für Moraira im September
- Frühzeitig buchen — September ist ein offenes Geheimnis unter erfahrenen Costa-Blanca-Urlaubern. Die besten Unterkünfte sind schnell vergeben.
- Mietwagen — Moraira hat keinen Bahnhof, der Busverkehr ist eingeschränkt. Mit einem Auto habt ihr maximale Freiheit, Küste und Hinterland zu erkunden.
- Abends eine leichte Jacke — Eine dünne Jacke oder ein Leinenhemd für nach 21 Uhr. Der Temperaturabfall ist angenehm, aber spürbar.
- Einkaufen — Der Mercadona in Teulada (10 Minuten vom Ortskern) ist ideal für den großen Wocheneinkauf. Die Läden im Ort selbst sind gut für Brot, Wein und spanische Wurstwaren.
- 24. September — La Mercè wird in der gesamten Region Valencia gefeiert. Der Veranstaltungskalender des Rathauses Teulada-Moraira lohnt einen Blick auf lokale Feste in der Umgebung.
Fazit
Moraira im September fühlt sich wie eine Belohnung an — eine Küstenstadt, die nach der Hochsaison wieder zu sich selbst findet. Das Meer ist warm, die Atmosphäre entspannt, das Essen ausgezeichnet und das Licht so schön, dass man das Handy einfach in der Tasche lässt.
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