Wer einmal in Moraira war, weiß, warum Menschen immer wiederkommen. Die Strände. Nach zehn Jahren auf der Costa Blanca bin ich davon überzeugt: Die Strände von Moraira gehören zu den schönsten an der gesamten spanischen Mittelmeerküste – nicht wegen ihrer Größe, sondern wegen ihrer Vielfalt, Sauberkeit und der unglaublichen Wasserqualität.
September ist der ideale Monat für einen Strandurlaub hier. Die Wassertemperatur erreicht mit 26–27°C ihren Jahreshöchststand, die Urlaubermassen aus August sind verschwunden und das goldene Nachmittagslicht auf den Kalksteinfelsen ist wirklich atemberaubend. Dieser Guide nimmt jeden strand und jede Bucht in Moraira unter die Lupe – mit ehrlichen Tipps zu Parken, Ausstattung, Schnorchelmöglichkeiten und der Frage, wer wo am besten aufgehoben ist.
Playa del Portet — Der Bilderbuch-Strand
Der Portet ist Morairas bekanntester Strand – und das völlig zurecht. Die hufeisenförmige Bucht mit türkisfarbenem Wasser, feinem goldenen Sand und Booten im Hintergrund sieht aus wie vom Reisemagazin inszeniert. Das Wasser ist geschützt und ruhig, ideal für Familien und Schwimmer, die klares Wasser lieben. Tretboote und Kajaks sind vor Ort zu mieten.
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Unterkünfte ansehen →Das einzige Problem: Parken. Im August sollte man vor 9 Uhr da sein. Im September entspannt sich die Lage merklich – oft findet man auf der Straße oberhalb der Bucht einen Platz, ohne allzu lange suchen zu müssen. Der Strandkiosk serviert ein ordentliches Frühstück, falls man früh genug dort ist.
Am besten für: Familien, Paare, Erstbesucher Ausstattung: Liegestühle, Sonnenschirme, Strandbar, Duschen, Toiletten Schnorcheln: Gut an den Felsenkanten der Bucht
Playa del Castillo — Der zentrale Strand
Direkt im Ortszentrum von Moraira, unterhalb des Wachturms aus dem 18. Jahrhundert, liegt der Playa del Castillo. Klein (etwa 200 Meter), aber fein – und zu Fuß vom Hafen und der Hauptstraße erreichbar. Die Wasserqualität ist konstant ausgezeichnet (regelmäßig mit der Blauen Flagge ausgezeichnet).
Der Untergrund ist Sand-Kies-Gemisch, was manche mögen und manche nicht – ich persönlich schätze es, weil es weniger Urlauber anzieht und mehr Platz für den Rest lässt. Ein kurzer Abstecher zur Burg lohnt sich: Der Blick auf das Meer und in Richtung Calpe ist von dort oben beeindruckend.
Am besten für: Stadtbesucher, Halbtagesausflüge Ausstattung: Liegestühle, Strandbar, Duschen, Toiletten, rollstuhlgerecht Schnorcheln: Mittel – besser an den Felsen an beiden Enden
L'Ampolla — Der Strand der Einheimischen
Wer in Moraira lebt, schwimmt oft in L'Ampolla. Etwas abseits des Touristenzentrums, weniger beschildert und deshalb deutlich ruhiger. Ein kostenpflichtiger Parkplatz (ca. 2–3 Euro für einen halben Tag), Kiefern als natürlicher Schutz vor der Sonne, gröberer Sand – das ist L'Ampolla.
Das Highlight ist das Felsriff am Nordende: eines der besten Schnorchelreviere der Gegend. Mit Maske und Flossen sieht man Meerbrassen, Lippfische und gelegentlich einen Oktopus. Die Sichtweite im September kann bei ruhigem Wasser 10–15 Meter betragen.
Am besten für: Schnorchler, Einheimische, Familien mit Platzbedarf Ausstattung: Parkplatz, Strandbar (saisonal), Duschen Schnorcheln: Ausgezeichnet am nördlichen Felsende
Cala del Andragó — Der geheime Tipp
Diese Bucht zeige ich Gästen, die etwas sehen wollen, was die meisten Touristen nicht finden. Die Cala del Andragó liegt zwischen Moraira und Jávea, zugänglich über einen 10–15-minütigen Fußweg von der Straße oder per Boot. Keinerlei Infrastruktur – Wasser, Sonnencreme und alles andere muss mitgebracht werden.
Die Belohnung: vollständige Abgeschiedenheit und Wasser, das kaum real wirkt. Der felsige Meeresgrund ist beeindruckend und hervorragend zum Schnorcheln geeignet. Im September ist der Pfad trocken und einfach begehbar. Parken ist sehr begrenzt – Auto an der GV-6402 abstellen und zu Fuß gehen.
Am besten für: Abenteuerlustige Paare, Schnorchler, Ruhesuchende Ausstattung: Keine Schnorcheln: Hervorragend
Cala Llebeig — Für Entschlossene
Diese Bucht verlangt Einsatz. Llebeig liegt an der wilden Nordwestseite des Cap d'Or und ist nur zu Fuß (ca. 45 Minuten über einen felsigen Küstenpfad ab dem Leuchtturm) oder per Boot erreichbar. Die Kulisse ist dramatisch – Steilklippen, offenes Meer, absolute Einsamkeit.
Der Strand ist vollständig aus Kieselsteinen, das Wasser tief und klar. An einem Septemberwochentag hat man die Bucht oft für sich allein. Unbedingt festes Schuhwerk tragen – keine Flip-Flops.
Am besten für: Wanderer, Abenteurer, Bootsausflügler Ausstattung: Keine Schnorcheln: Sehr gut – tiefe Felswände
Platja de la Romana — Der familienfreundliche Sandstrand
Etwas südlich des Zentrums gelegen, bietet La Romana mehr Platz und feinen Sand. Sehr beliebt bei Familien und Urlaubern, die einen entspannten langen Strandtag planen. Die Strandbar serviert ein anständiges Menú del Día für ca. 14–16 Euro.
Das Wasser ist etwas offener als am Portet – bei Wind kann es leichte Wellen geben, was Wellenreiter freut, für Kleinkinder aber anspruchsvoller sein kann. Im September ist dieser Strand wunderschön: warm, ruhig und nie überfüllt.
Am besten für: Familien, lange Strandtage Ausstattung: Parkplatz, Strandbar, Liegestühle, Duschen, Toiletten Schnorcheln: Ordentlich – besser am südlichen Felsende
Praktische Tipps für Morairas Strände im September
- Wassertemperatur: 26–27°C – der perfekte Bademonat - Andrang: Deutlich weniger als im August; die meisten Strände sind angenehm ruhig - Parken: Am Wochenende noch voll am Portet; früh kommen oder Parkplätze im Ort nutzen und laufen Quallen: Im September möglich nach Nordostwinden – vor dem Baden in unbekannten Buchten nachfragen - Schnorchelausrüstung: Verleih in der Nähe des Portet-Hafens
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Morairas Strände sind der Grund, warum dieses kleine Städtchen einen so großen Ruf genießt. Im September sind sie auf dem Höhepunkt – warm, klar und endlich wieder zum Entspannen.




