Die Strände von Altea sind anders als alles andere an der Costa Blanca — und das meine ich im besten Sinne. Nach zehn Jahren hier halte ich immer noch auf der N-332 an, um einfach aufs Wasser zu schauen. Das Meer rund um Altea ist wirklich, unmöglich blau. Aber hier ist etwas, das viele Erstbesucher überrascht: Die Strände von Altea sind größtenteils Kieselstrände, kein Sandstrand. Das erstaunt Menschen zunächst. Wenn man sich daran gewöhnt hat (Badeschuhe einpacken, wirklich), versteht man, warum das Wasser hier so kristallklar ist — kein feiner Sand, der es trübt.
September ist wohl der beste Monat für die Strände in Altea. Die Sommermassen sind weg, das Wasser hat noch etwa 25°C, und man bekommt eine Liege, ohne den Wecker auf 7 Uhr stellen zu müssen. Hier ist alles, was man über jeden Strand und jede Bucht wissen muss.
Playa de la Roda — Der Hauptstrand
La Roda ist Alteas größter und zentralster Strand, etwa 1,5 Kilometer lang vor dem Ortszentrum. Ein klassisches Mittelmeerpanorama: Fischerboote am Ufer, die blaugekuppelte Kirche der Altstadt dominiert die Silhouette. Der Kiesuntergrund ist angenehm — die Steine sind glatt und gut abgerundet — und der Strand fällt sanft ab, was ihn sicher für Kinder macht.
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Mein Tipp: Setz dich an einem Septemberwocheabend gegen 19 Uhr in die Strandbar El Capri. Das Licht ist außergewöhnlich — die Art, bei der deine Reisefotos wie Profiaufnahmen aussehen.
Playa de l'Espigó — Der ruhigere Nachbar
Nördlich von La Roda, durch den kleinen Hafendamm getrennt, liegt Playa de l'Espigó — deutlich ruhiger und etwas geschützter. Hier kommen einheimische Familien und ältere Einwohner jeden Morgen zum Schwimmen. Weniger Tourismus, mehr Authentizität.
Playa del Fornet — Das nördliche Ende
Weitergehen auf der Promenade nach Norden führt zur Playa del Fornet, am nördlichen Rand von Altea. Keine Einrichtungen, viel Ruhe. Hierher komme ich, wenn ich ein Buch lesen möchte, ohne gestört zu werden.
Cap Negret — Das Schnorchelparadies
Etwa 20 Gehminuten südlich von La Roda (oder mit dem Auto, Parkplatz an der Calle Cap Negret) liegen die Felsbuchten von Cap Negret. Kein Strand im klassischen Sinne — hier sind flache Felsplattformen, die in Wasser führen, das so klar ist, dass man den Grund bei 4 Metern Tiefe sieht.
Schnorcheln hier ist sensationell. Ich habe Oktopusse, Seebrassen, Muränen und einmal — unvergesslich — eine kleine Meeresschildkröte gesehen. Eigene Ausrüstung mitbringen oder im Decathlon in Calpe kaufen. Keine Einrichtungen vorhanden, also Wasser und Snacks mitbringen.
Playa de l'Olla — Zwischen den Fischerbooten
Etwas südlich des Stadtzentrums liegt Playa de l'Olla neben dem aktiven Fischereihafen — eine der fotogensten Ecken der ganzen Stadt. Die bunten Llaut-Fischerboote, der Geruch von frischem Fisch, die Fischauktion am frühen Morgen. Um 8 Uhr kommen die Fischer mit dem Nachtfang zurück.
Die Fischrestaurants hier gehören zu den besten und günstigsten in Altea: La Costera und El Pòsit servieren frischen Fisch schlicht zubereitet — keine Touristenfalle.
Playa de la Aigüera — Die Familienwahl
Eine kurze Fahrt nördlich des Stadtzentrums liegt Playa de la Aigüera — breit, ruhig und besonders gut für Familien geeignet. Duschen, Snackbar und Volleyballnetz vorhanden. Der Einstieg ins Wasser ist bequem.
Was Sie vor dem Besuch wissen sollten
Badeschuhe: Pflicht. Die Steine sind glatt, aber der Untergrund bewegt sich beim Hineingehen ins Wasser. Ich empfehle Quechua von Decathlon — ca. 15 € und jahrelang haltbar.
Nacktbaden: An den nördlichen und südlichen Enden von La Roda geduldet, offener bei Cap Negret.
Barrierefreiheit: La Roda hat einen barrierefreien Strandabschnitt mit Rollstuhl. Anfragen beim Roten Kreuz: +34 966 884 260.
Hunde: Juni–September auf allen Hauptstränden verboten. Kleiner Hundebereich am nördlichen Ende von Fornet.
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