Wer einmal mit dem Gesicht im Wasser vor Calpe getrieben ist und zugesehen hat, wie ein Oktopus zwischen Felsen verschwindet, der versteht sofort, warum so viele Menschen jedes Jahr hierher zurückkehren. Die Gewässer rund um den Peñón de Ifach — diesen gewaltigen Kalksteinfelsen, der die Skyline beherrscht — sind einige der artenreichsten an der gesamten Costa Blanca. Kristallklares Wasser, geschützte Buchten und ein Meeresschutzgebiet machen Calpe zu einem der besten Orte in Spanien zum Schnorcheln und Tauchen.
Juni ist ehrlich gesagt einer der besten Monate, um hier ins Wasser zu gehen. Das Mittelmeer hat sich auf etwa 22–24°C erwärmt, der Hochsommeransturm hat noch nicht begonnen, und die Unterwassersicht kann an ruhigen Tagen 15–20 Meter erreichen. Ob du ein blutiger Anfänger mit Maske und Flossen bist oder ein PADI-zertifizierter Taucher auf der Suche nach Wracks und Steilwänden — Calpe hat etwas für dich.
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Unterkünfte ansehen →Warum Calpes Gewässer so besonders sind
Der Naturpark Peñón de Ifach schützt nicht nur, was oberhalb der Wasserlinie liegt — die Meeresschutzzone erstreckt sich auch ins Wasser rund um den Felsen, Fischerei ist eingeschränkt, und das Meeresleben ist wirklich üppig. Du findest Posidonia-Seegraswiesen (die Lungen des Mittelmeers), felsige Steilwände, Unterwasserhöhlen und eine beeindruckende Artenvielfalt:
- Kraken in Felsritzen
- Muränen, die aus Vorsprüngen schauen
- Brassen, Meeräschen, Zackenbarsche und Wolfsbarsche in großer Zahl
- Seesterne und Seeigel auf dem Felsboden
- Seepferdchen im Seegras (selten, aber regelmäßig von Tauchern gesichtet)
- Gelegentliche Unechte Karettschildkröten im Sommer
Der Meeresgrund rund um den Peñón fällt auf der Nordseite auf über 40 Meter, was für erfahrene Taucher sehr interessant ist, während die süd- und ostseitigen Flanken ruhigere und flachere Bedingungen bieten — ideal zum Schnorcheln.
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Die besten Schnorchelstellen in Calpe
Cala del Morro Blanc
Cala de la Manzanera
Playa de la Fossa (Nordende)
Les Bassetes (Richtung Altea)
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Tauchen in Calpe: Was du wissen musst
Für zertifizierte Taucher gibt es in Calpe mehrere Tauchschulen, die geführte Tauchgänge, Ausrüstungsverleih und PADI-Kurse anbieten. Der Anbieter, den ich am meisten empfehle, ist das Calpe Diving Center (am alten Hafen), das täglich geführte Tauchgänge zu den besten Spots organisiert:
- El Arrecife — eine Riffwand an der Nordseite des Peñón, die auf 38m abfällt, mit großen Zackenbarschen, Muränen und gelegentlichem Mondfisch
- La Cueva del Picot — ein Unterwasserhöhlensystem ab 12m Tiefe, bekannt für seine ansässigen Muränen
- El Bajo del Mero — ein versunkener Felsturm in 20–28m Tiefe mit Seefächern und Gorgonien, einer der besten Tauchplätze der Costa Blanca
- Wrack der Sundancer — ein absichtlich versenktes Schiff etwa 20 Minuten Bootsfahrt vom Hafen, inzwischen stark von Meeresleben besiedelt
Ein geführter Tauchgang mit Flasche kostet etwa 40–55€, ein PADI Open Water-Kurs 280–350€ über 3–4 Tage. Die meisten Schulen bieten auch Schnuppertauchen ab etwa 60€ an — mit kompletter Ausrüstung und einem Instruktor im Wasser.
Die Wassertemperatur im Juni beträgt 22–24°C — ein 5mm-Neoprenanzug ist angenehm, aber viele lokale Taucher nutzen bereits einen 3mm.
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Ausrüstung leihen oder kaufen
Du musst keine Schnorchelausrüstung von zuhause mitbringen:
- Decathlon Benissa (10 Minuten landeinwärts) hat gute Preise für Masken, Flossen und Schnorchel
- Strandläden an der Avenida de la Libertad verkaufen einfache Sets für 15–25€
- Die Tauchschulen verleihen komplette Schnorchelsets für etwa 8–12€/Tag
Eine gute Maske macht einen riesigen Unterschied. Eine billige, beschlagene Maske ruiniert das ganze Erlebnis. 30–40€ in eine vernünftige Maske zu investieren lohnt sich absolut.
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Praktische Tipps
Morgens ins Wasser. Die Sicht ist fast immer besser vor 11 Uhr, bevor Bootsverkehr und Nachmittagswind das Wasser aufwühlen.
Meeresschutzgebiet respektieren. Nichts anfassen, nichts sammeln. Keine Muscheln einpacken, nicht auf Seeigeln stehen, Fische nicht füttern.
Richtiges Sonnenschutzmittel verwenden. Nur mineralische, riffverträgliche Sonnencreme in Wassernähe. Gängige chemische Cremes schädigen das Seegras. In lokalen Apotheken gibt es riffverträgliche Optionen von Piz Buin und Nivea.
Windbedingungen prüfen. Starker Levante-Wind (aus dem Osten) sorgt für raues Wasser und schlechtere Sicht. An solchen Tagen sind die Buchten auf der West- und Südseite des Peñón besser geschützt.
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Kennst du einen geheimen Schnorchelspot in Calpe, den wir nicht erwähnt haben? Schreib es uns in die Kommentare!



