Wer im Juni nach Calpe fährt und glaubt, es geht nur ums Sonnenbaden — das ist auch wunderbar, aber es wäre wirklich schade, das Meer nur vom Liegestuhl aus zu betrachten. Das Wasser ist gerade sensationell: schon 24–25°C warm, glasklar bis auf den Sandgrund in fünf Metern Tiefe, und im Hintergrund ragt der Peñón de Ifach fast senkrecht aus dem Meer — eine Kulisse, die jede Aktivität auf dem Wasser unvergesslich macht.
Ich lebe seit zehn Jahren an der Costa Blanca und kann ehrlich sagen: Calpe ist besser für Wassersport aufgestellt, als viele erwarten. Es ist kein Benidorm (zum Glück), aber es gibt genug Angebot für eine Gruppe aus absoluten Anfängern und Abenteuerlustigen — alles an einem Tag, ohne Kompromisse.
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SUP ist an der Costa Blanca gerade überall — und das aus gutem Grund: Es ist schnell zu lernen, ein tolles Training und man sieht die Küste aus einer völlig neuen Perspektive. Der beste Einstiegspunkt für Anfänger ist der Strand Playa Arenal-Bol. Die Bedingungen sind morgens ruhig, bevor der Nachmittagswind einsetzt.
Mehrere Verleiher stellen ihre Stationen ab etwa 9 Uhr auf. Das einfache Boardverleih kostet 10–15 €/Stunde, eine geführte SUP-Tour um den Fuß des Peñóns liegt bei 25–35 € pro Person. Die geführte Route lohnt sich wirklich: Man erreicht Buchten und Felsformationen, die zu Fuß nicht zugänglich sind, und sieht die Fische direkt unter dem Board.
Für Erfahrenere: Die Runde zur Playa La Fossa (auch Playa Levante genannt) rund ums Kap sind rund 4 km und dauert gemütlich 90 Minuten.
Kajak: Meereshöhlen und versteckte Buchten
Kajak ist mein persönliches Highlight in Calpe — aus einem ganz konkreten Grund: die Meereshöhlen. Am Fuß des Peñón de Ifach und entlang der Felsküste im Norden, vor allem bei der Cala del Moraig (etwa 15 Minuten mit dem Auto), gibt es Höhlen und Felsbögen, die nur vom Wasser aus erreichbar sind. Von außen wirken sie wie Schatten im Fels — von innen öffnen sie sich zu Kammern mit türkisfarbenem Wasser, das von unten zu leuchten scheint.
Kajakverleih gibt es am Strand von Arenal-Bol und in der Nähe des Fischerhafens (Puerto Pesquero). Einerkajaks kosten etwa 10 €/Stunde, Zweier 15–18 €/Stunde. Die meisten Anbieter bieten auch geführte Halbtagstouren (35–45 € pro Person) an, kombiniert mit Schnorchelstopps — absolut empfehlenswert.
Jetski und Motorwasserfahrzeuge
Für den Adrenalinkick gibt es in der Hochsaison Jetski-Verleih im Bereich Arenal-Bol. Vorausbuchen ist im Juni und Juli ratsam. Der Preis liegt bei etwa 50–70 € für 30 Minuten inklusive Einweisung und einem definierten Bereich auf dem Wasser. Die Aussicht auf den Peñón bei voller Fahrt vom Meer aus ist schlicht grandios.
Neu in Calpe in den letzten Sommern: Flyboard-Erlebnisse. Wer es nicht kennt — ein Brett, das über einen Schlauch an einen Jetski angeschlossen wird und euch per Wasserdruck in die Luft hebt. Klingt verrückt, macht süchtig.
Tretboote und Glasbodenboote
Nicht alles muss extrem sein. Tretboote auf Arenal-Bol und La Fossa sind ideal für Familien oder Paare, die einfach aufs Wasser wollen. Die Glasbodenmodelle sind besonders toll für Kinder — wenn plötzlich ein Seeigel oder ein Fischschwarm unter ihnen auftaucht, ist es um die Aufmerksamkeit geschehen.
Glasbodenboote als Ausflugsfahrten starten mehrmals täglich vom Sporthafen (Puerto Deportivo) — eine 45-Minuten-Tour kostet etwa 12 € für Erwachsene, 6 € für Kinder. Einmal sollte man das gemacht haben.
Segeln und Bootsverleih in Calpe
Der Club Náutico de Calpe ist gut ausgestattet, und mehrere Charterfirmen sind hier zu Hause. Kleine Motorboote ohne Führerschein (bis 5 PS) sind ab etwa 60–80 € für einen halben Tag zu mieten — perfekt für unabhängige Küstenerkundungen. Für Segelcharter mit Skipper oder größere Motorboote beginnen die Preise bei rund 150 € pro Halbtag.
Juni ist ideal: ruhige Morgensee, perfekte Sicht, und man kann in der Nähe des Peñóns ankern und in Wasser schwimmen, das wie ein Freibad wirkt. Eine Segeltour bei Sonnenuntergang Richtung Altea gehört zu den Abenden, die man nicht vergisst.
Wichtige Tipps
Beste Tageszeit: Morgens vor 11 Uhr ist das Meer am ruhigsten. Nachmittags kommt oft eine thermische Brise auf.
Was mitbringen: Wasserschuhe für die felsigen Bereiche rund um den Peñón. Ein dünnes Neoprenoberteil für längere Sessions.
Im Voraus buchen: Die Saison läuft im Juni bereits auf Hochtouren — beliebte Anbieter sind schnell ausgebucht.
Sicherheit: Vor dem Rausgehen immer die Flagge am Strand beachten. Rettungsschwimmer sind auf Arenal-Bol und La Fossa ab 10 Uhr im Dienst.
Die richtige Ferienwohnung für einen aktiven Urlaub
Wer seinen Urlaub rund um Wassersport plant, dem kommt es auf die Lage an. Idealerweise wohnt man in Laufweite von Arenal-Bol oder La Fossa — ohne jedes Mal das Auto nehmen zu müssen.
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Das Meer in Calpe ist gerade auf seinem besten Niveau. Springt rein.


