Altea gehört zu den besten Reisezielen für Feinschmecker an der gesamten Costa Blanca – das sage ich nach zehn Jahren, in denen ich hier lebe und mich durch jeden Mittagstisch, jede Sonnenuntergangs-Terrasse und jeden versteckten Bar-Eingang in der Altstadt probiert habe, der sich dann als absoluter Geheimtipp entpuppt hat. Wer seinen Urlaub in Altea plant und wissen möchte, wo man am besten isst, ist hier genau richtig.
September ist übrigens einer der schönsten Monate zum Essen gehen. Der Hochsommer-Trubel hat sich gelegt, die Restaurantbetreiber sind entspannter, das lokale Angebot ist auf dem Höhepunkt – Tomaten, Paprika, Feigen, Weintrauben – und man bekommt in den meisten Restaurants ohne Vorabreservierung problemlos einen Tisch. Ich nehme euch mit durch die Gastronomieszene von Altea, Viertel für Viertel.
Die Altstadt (Casco Antiguo): Atmosphäre und gute Küche
Essen in der Altstadt ist Erlebnis und Mahlzeit zugleich. Die engen Kopfsteinpflastergassen, die weiß getünchten Häuser und die blaue Kirchenkuppel im Hintergrund machen das zu einer der dramatischsten Kulissen für ein Abendessen an der gesamten spanischen Küste.
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Unterkünfte ansehen →Oustau de Altea (Carrer de la Mar, 3) ist das beste gehobene Restaurant in der Altstadt – ein franko-mediterranes Lokal mit einem wirklich engagierten Team. Die Reisgerichte und Fischspezialitäten sind außergewöhnlich. Tischreservierung empfohlen, auch im September.
La Costera, direkt unterhalb des Kirchplatzes, ist ein verlässlicher Liebling. Gute lokale Reisgerichte, großzügige Portionen und eine Terrasse, die den Nachmittagswind perfekt einfängt. Das Arroz a banda hier – Reis in Fischbrühe gekocht, mit Alioli serviert – ist für mich eine persönliche Messlatte für jeden Costa-Blanca-Restaurantbesuch. La Costera besteht den Test.
Für etwas Legeres in der Altstadt einfach in eine der kleinen Tapas-Bars rund um die Plaça de l'Església eintauchen. Ein Glas Lokalwein aus der Marina Alta und ein Teller Boquerones (eingelegte Sardellen) – und das für unter 10 Euro.
Hafen und Strandpromenade: Frischer Fisch mit Hafenblick
Unten am Hafen wandelt sich die Atmosphäre vom Romantischen zum Bodenständigen – hier dreht sich alles ums Produkt.
Restaurante Bahía am Paseo del Mediterráneo ist eine lokale Institution. Familiengeführt, traditionell, und mit dem frischesten Fisch und Meeresfrüchten der Region. Die gegrillte Dorade mit Olivenöl und Zitrone ist schlicht, perfekt und völlig unwiderstehlich. Draußen sitzen und dabei den einlaufenden Fischerbooten zuschauen – so isst man in Altea.
El Puerto de Altea lohnt sich besonders für die Paellas, die auf Bestellung zubereitet werden (mindestens 20 Minuten Wartezeit – ein gutes Zeichen). Hier bringen die Einheimischen ihre Familien zum Sonntagsmittagessen hin. Laut, gemütlich, leicht chaotisch und absolut empfehlenswert.
Für etwas Leichteres am Wasser bieten die Chiringuito-Strandlokale zwischen Altea und Cap Negret kühle Biere, gegrillte Sardinen und einfache Bocadillos – manchmal die befriedigendste Mahlzeit des ganzen Urlaubs.
Die Stadt (unterhalb der Altstadt): Wo die Einheimischen wirklich essen
Hier esse ich ehrlich gesagt selbst am häufigsten. Die Avenida del País Valencià und die umliegenden Straßen bieten eine Mischung aus echten spanischen Barrestaurants, in denen ein Dreigang-Mittagsmenü mit Wein für 12–15 Euro zu bekommen ist – und das auf sehr gutem Niveau.
Bar Restaurante Patio ist genau das Lokal, das man ohne Tipp nie finden würde. Schlichte Einrichtung, handgeschriebene Tageskarte, außergewöhnliche hausgemachte Kroketten und ein Lammschmortopf im September, von dem ich noch träume. Kein Instagram-Auftritt – immer ein gutes Zeichen.
Casa Ortega eignet sich hervorragend für ein ausgiebiges Wochenendbrunch oder ein langes Mittagessen. Unbedingt die lokalen Wurstwaren und den Käseteller als Vorspeise probieren.
Für Pizza oder etwas Leichteres nach einem Strandtag: La Roca in der Nähe des Marktes serviert seit Jahren konstant gute Holzofenpizzas – bei Einheimischen und Urlaubern gleichermaßen beliebt.
Diese Gerichte sollte man in Altea unbedingt probieren
- Arròs a banda – das klassische lokale Reisgericht, in Fischbrühe gegart
- Caldero alteano – eine kräftige Fischbrühe mit Reis, typisch für diese Küstenregion
- Pulpo a la brasa – gegrillter Tintenfisch, oft mit Patatas bravas serviert
- Boquerones en vinagre – in Essig und Knoblauch eingelegte Sardellen
- Coca de tomate – Fladenbrot mit Tomate, Olivenöl und saisonalen Zutaten. Im September mit gerösteten Paprika absolut fantastisch.
- Feigen mit lokalem Honig – September ist Feigensaison, und die Restaurants wissen das. Bitte keinen Nachtisch auslassen.
Bei den Weinen lohnt sich ein Blick auf die DO Marina Alta – besonders die weißen Weine auf Moscatel-Basis, die wunderbar zum lokalen Fisch passen. Eine gute Flasche gibt es im Restaurant ab etwa 12 Euro.
Praktische Tipps für das Essen in Altea
Mittag ist die Hauptmahlzeit. Das Menú del día (ca. 14–16 Uhr) bietet immer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis – drei Gänge mit Brot, Wasser und oft Wein für 12–16 Euro. Wer ein gutes Mittagsmenü anbietet, nimmt sein Essen ernst.
Abends wird spät gegessen. Vor 20:30 Uhr in ein Restaurant zu kommen wirkt etwas fehl am Platz. 21–22 Uhr ist völlig normal. Im September ist das ideal – man isst nach Sonnenuntergang bei perfekter Temperatur auf der Terrasse.
Wochenenden vorausbuchen. Auch im September füllen sich die besseren Restaurants freitagsabends und samstagsabends schnell. Eine kurze WhatsApp-Nachricht genügt meist.
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Wer jetzt Lust bekommen hat, Altea mehr als nur einen Tagesausflug zu widmen, liegt goldrichtig. Eine gut gelegene Ferienwohnung in Altea ermöglicht es, frische Produkte auf dem lokalen Markt einzukaufen, entspannt auf der Terrasse zu frühstücken und abends zu Fuß zum Abendessen zu gehen.
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September ist der ideale Monat, um Alteas Gastronomie von ihrer entspanntesten und authentischsten Seite zu erleben. Am besten hungrig anreisen.







