Jávea ist einer jener Orte, an denen gut essen kein Luxus ist — es ist einfach selbstverständlich. Nach zehn Jahren auf der Costa Blanca freue ich mich immer noch aufrichtig auf ein Abendessen hier. Der Ort liegt in einer natürlichen Bucht zwischen dem Cap de Sant Antoni und dem Cap de la Nau, und diese Lage sorgt für herausragende Meeresfrüchte. Dazu kommen fruchtbare Obstgärten mit der berühmten Moscatel-Traube, ein langer maurischer Einfluss auf die Küche und eine Restaurantszene, die für eine Stadt mit 35.000 Einwohnern erstaunlich vielfältig ist.
Ob ihr in einer Ferienwohnung in Jávea eine Woche verbringt oder nur einen Tagesausflug macht — hier erfahrt ihr genau, wo ihr essen solltet, was ihr bestellen müsst und wie ihr die Touristenfallen umgeht.
Die drei Zonen von Jávea: Wo ihr esst, hängt davon ab, wo ihr seid
Jávea hat drei klar unterschiedliche Bereiche mit jeweils eigener kulinarischer Persönlichkeit. El Pueblo (die Altstadt) ist das Zuhause der authentischsten Tapas-Bars und der traditionellen spanischen Küche. El Puerto (der Hafen) ist die Adresse für ernsthaften Fisch und Reisgerichte — hier kaufen einige Restaurants noch direkt von den Fischerbooten. La Playa (der Strandbereich rund um den Arenal) bietet die größte Auswahl, von Chiringuitos direkt am Sand bis hin zu internationalen Restaurants an der Promenade.
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Unterkünfte ansehen →Mein ehrlicher Tipp: Verbringt nicht den gesamten Urlaub auf der Arenal-Promenade. Es ist praktisch, und manche Restaurants sind wirklich gut — aber das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und die authentischste Küche findet ihr in El Puerto und El Pueblo.
Die besten Restaurants in Jávea: Meine persönlichen Empfehlungen
Für Meeresfrüchte und Reisgerichte: Das Restaurant La Bohème am Hafen ist herausragend. Das Arroz a banda — Reis, der separat in Fischbrühe gekocht und mit Alioli serviert wird — ist wohl das beste in der ganzen Gegend. La Llum, ebenfalls in Hafennähe, macht eine exzellente Fideuà und einen schlicht gegrillten Goldbrassen, der einfach perfekt ist. Unbedingt im Voraus reservieren im Juni und Juli.
Für Tapas in der Altstadt: Bar La Siesta in der Calle Mayor ist eine echte altmodische spanische Bar — günstig, ohne Schnickschnack, mit brillantem Jamón und lokalen Sardellen. Cervecería el Gaucho in der Nähe lohnt sich ebenfalls: Ihre Pinchos und Montaditos sind mittags schnell weg. Kommt vor 14 Uhr, sonst sind die besten Sachen vergriffen.
Für ein besonderes Abendessen: El Rodat, in den Hügeln über Jávea, ist ein wirklich schöner Ort — eine umgebaute alte Finca mit Terrassenrestaurant und einer Speisekarte, die auf lokale Zutaten setzt. Es ist nicht günstig (rechnet mit 40–55 € pro Person mit Wein), aber für einen Geburtstag oder Jahrestag mit Sonnenuntergangsblick ist es jeden Euro wert. Stöbert durch unsere Ferienhäuser in Jávea wenn ihr eine besondere Reise plant.
Zum Frühstück: Überspringt das Hotelbuffet. Geht in ein kleines Café an der Arenal-Promenade und bestellt eine Tostada con tomate y aceite (geröstetes Brot mit frischer Tomate und Olivenöl) und einen Café con leche. Café del Mar am Strand ist zuverlässig. In der Altstadt ist die Cafetería Central auf dem Hauptplatz ideal.
Das Chiringuito-Erlebnis: Essen direkt am Strand
Im Juni laufen Jáveas Chiringuitos (Strandbars) gerade auf Hochtouren, bevor das August-Chaos einsetzt. Das ist ehrlich gesagt der ideale Zeitpunkt — warm genug für ein Essen am Strand, aber noch nicht so überfüllt, dass man keinen Tisch bekommt.
Chiringuito La Siesta am Playa del Arenal ist die klassische Option: kalte Getränke, ordentliche Bocadillos und gute Patatas Bravas. Für etwas mehr Ruhe bietet La Llar auf dem Weg zur Granadella eine kleine Terrasse über den Felsen mit außergewöhnlicher Aussicht.
Am Playa La Barraca (eine kleine Kiesbucht zwischen Hafen und Arenal) gibt es eine winzige Saisonbar mit frischen Muscheln und kaltem Bier. Sie hat kaum einen Namen und braucht keinen. Wenn ihr sie offen findet, setzt euch sofort hin.
Was bestellen: Lokale Spezialitäten, die ihr kennen müsst
- Arroz a banda: Reis in Fischbrühe gekocht, mit Alioli serviert. Das lokale Gericht schlechthin.
- Fideuà: Wie Paella, aber mit kurzen Nudeln. Stammt aus dem nahegelegenen Gandia.
- Gamba roja de Dénia: Rote Garnelen aus den Tiefseegewässern vor Dénia — eine der edelsten Zutaten Spaniens. Teuer (25–35 € für eine halbe Portion) und jeden Cent wert. Einfach gegrillt mit Meersalz.
- Esgarrat: Valencianischer Salat aus gerösteten roten Paprikaschoten, Stockfisch, Oliven und Olivenöl. Im Sommer die perfekte Vorspeise.
- Moscatel de Jávea: Der lokale Süßwein aus Moscatel-Trauben von den Hängen über dem Ort. Gut gekühlt als Aperitif oder zum Nachtisch.
- Orxata de chufa: Das valencianische Erfrischungsgetränk aus Erdmandeln. Kühl, süß und bei Junihitze ein Segen.
Praktische Tipps: In Jávea essen ohne böse Überraschungen
Esst auf spanische Zeiten. Mittagessen ist von 14–16 Uhr. Das Abendessen beginnt erst gegen 20:30 Uhr, Einheimische essen oft erst um 21:30 Uhr. Wer um 18 Uhr ins Restaurant kommt, sitzt allein.
Achtet auf das Menú del día. Die meisten Restaurants bieten mittags ein Tagesmenü an: zwei bis drei Gänge mit Brot, Getränk und manchmal Kaffee für 12–18 €. Das ist der beste Weg, in Spanien gut und günstig zu essen.
Im Juni voraus reservieren. Freitag- und Samstagabende sind in den guten Restaurants voll. Eine kurze WhatsApp-Nachricht am Vortag reicht meist aus.
Bargeld mitnehmen. Viele kleine Bars in der Altstadt akzeptieren keine Karte für kleine Beträge.
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Wer seine Ferienwohnung in Jávea direkt bei JV Properties bucht statt über Airbnb oder Booking.com, spart bis zu 18 %. Auf einer Reise nach Jávea bedeutet das: drei weitere Arroz-a-banda-Mittagessen, die Gamba roja, die ihr eigentlich gestrichen hattet, eine Flasche Moscatel als Abschluss. Direkt buchen lohnt sich.
Jávea belohnt Reisende, die neugierig essen. Verlasst die Arenal-Promenade mal, findet die namenlose Bar an der Barraca, bestellt den lokalen Wein und esst um 14 Uhr wie die Einheimischen. Das ist das echte Jávea — und es schmeckt außergewöhnlich.




