Wer glaubt, Jávea besteht nur aus Strand und Chiringuitos, sieht nur die halbe Wahrheit. Wandern in Jávea gehört zu den schönsten Erlebnissen hier — und September ist dafür schlicht der beste Monat. Die Sommermassen sind abgereist, das Licht ist golden und lang, und die Temperaturen sind gerade weit genug gesunken, um eine Morgenwanderung zu einem echten Genuss statt einer Strapaze zu machen.
Ich laufe diese Wege seit zehn Jahren. Manche Wochenenden finde ich mich beim Sonnenaufgang am Cap de la Nau wieder, Thermoskanne in der Hand. Andere Male streife ich mit meinem Hund durch die kiefernbedeckten Hänge des Montgó. Was ich mit Sicherheit sagen kann: Wandern in Jávea ist ein unterschätztes Highlight, das viel zu wenige Urlauber entdecken.
Warum September der beste Monat zum Wandern in Jávea ist
Seien wir ehrlich — im Juli oder August hier wandern zu gehen ist keine gute Idee, es sei denn, man bricht vor 8 Uhr auf. Die Hitze ist brutal, die exponierten Grate bieten kaum Schatten. Aber September verändert alles. Die Tagestemperaturen liegen bei angenehmen 27–30°C, morgens sind es 20–22°C, und ab Ende September kann man problemlos bis Mittag wandern.
JV Properties
Ferienwohnung in Javea gesucht?
Direkt bei JV Properties buchen und bis zu 18% günstiger als Airbnb. Keine Gebühren, persönlicher Service.
Unterkünfte ansehen →Auch die Landschaft zeigt sich jetzt von ihrer schönsten Seite. Das trockene Mittelmeer-Macchiagebüsch duftet intensiv nach Rosmarin, Thymian und wilder Lavendel — und die Meerblicke von den Höhenwegen sind von unglaublicher Klarheit. An einem guten Tag kann man vom Montgó-Gipfel aus Ibiza am Horizont sehen. Das ist kein Märchen.
Die 5 besten Wanderwege in Jávea
1. Naturpark Montgó — Das Herzstück
Diesen Weg sollte jeder mindestens einmal gegangen sein. Das Montgó-Massiv erhebt sich auf 753 Meter und dominiert die gesamte Gemeinde. Der beliebteste Aufstieg beginnt am Parkplatz der Casa Forestal an der CV-736, etwa 3km von der Altstadt entfernt. Es sind rund 8km Hin- und Rückweg mit etwa 600 Höhenmetern — von mittelschwer bis anspruchsvoll je nach Fitness.
Der Pfad schlängelt sich durch dichtes Mittelmeergebüsch, bevor er sich zu felsigen Graten mit atemberaubendem Blick über die Bucht von Jávea und die Küste von Dénia öffnet. Einplanen: 4–5 Stunden Gesamtzeit, mindestens 2 Liter Wasser, gutes Schuhwerk. Das Gipfelplateau ist exponiert, das letzte Stück erfordert etwas Klettern.
Tipp: In September spätestens um 9 Uhr starten. Gegen Vormittag kann die Strahlungshitze der Felsen intensiv werden, auch wenn die Lufttemperatur noch erträglich wirkt.
2. Küstenpfad am Cap de la Nau — Der Panoramaweg
Das ist mein persönlicher Favorit für einen entspannten Morgen. Das Cap de la Nau (Cabo de la Nao) ist der östlichste Punkt der Costa Blanca und eines der dramatischsten Kaps Spaniens. Ein gut markierter Küstenpfad führt rund um den Leuchtturm und die umliegenden Klippen — als kurze 3km-Runde oder erweitert auf rund 6km mit Abstieg zur Cala Portichol.
Die Aussicht von der Kliffkante ist überwältigend: senkrechte Felsabbrüche, türkisfarbenes Wasser, und an klaren Tagen Ibiza 85km entfernt am Horizont. Der Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1864 und das gesamte Gebiet ist Naturschutzgebiet. Am Kap gibt es einen kleinen Parkplatz und ein paar Strandbars für den verdienten Kaffee danach.
3. Camino de la Granadella — Verstecktes Tal & Bucht
Der Weg zur Cala de la Granadella ist ein kurzer, aber steiler Abstieg (2km Hin- und Rückweg) durch einen dichten Kiefernwald. Die Cala selbst ist eine der schönsten Buchten der Region — kristallklares Wasser, dramatische Felsen, ein guter Chiringuito — aber der eigentliche Reiz liegt darin, sie zu Fuß zu verdienen, anstatt sich wie alle anderen um einen Parkplatz zu streiten.
Startpunkt: Parkplatz an der CV-7400 bei Benitachell. Der Weg ist gut markiert und dauert rund 45 Minuten bergab. Für den Rückweg bergauf eine Stunde einplanen. Diese Wanderung lässt sich wunderbar mit einem Bad und Mittagessen am Chiringuito verbinden.
4. Sendero de Portitxol — Der Geheimtipp der Einheimischen
Diesen Weg kennen kaum Touristen — genau das macht ihn besonders. Der Portitxol-Pfad beginnt in der Nähe der Cala Portitxol (südlich des Cap de la Nau) und schlängelt sich durch die Küsten-Macchia mit herrlichem Blick auf die felsigen Buchten und das offene Meer. Rund 5km, überwiegend flach, also für die meisten Fitnesslevel geeignet.
Die Bucht selbst — Portitxol — ist winzig, steinig und völlig wild. Im September lohnt es sich, Schnorchelausrüstung mitzunehmen; die Sichtweite unter Wasser ist zu dieser Jahreszeit außergewöhnlich gut.
5. Montgó: El Camí Vell — Die vergessene Route
Nur wenige Wanderer kennen diese Alternative, die das Montgó-Massiv von der Dénia-Seite erschließt und durch alte Terrassen mit Mandelbäumen und verlassene Hofstellen führt. Länger und weniger spektakulär als die Casa-Forestal-Route, dafür mit einem Gefühl von Einsamkeit und agrargeschichtlichem Flair. Rund 10km Hin- und Rückweg mit 500 Höhenmetern. Karte mitnehmen — die Beschilderung ist unregelmäßig.
Praktische Infos zum Wandern in Jávea
Ausrüstung: Wasser (mindestens 2 Liter), Sonnencreme, Hut, Wanderstöcke (optional, aber auf dem Montgó nützlich), gutes Schuhwerk (Trailrunner für die meisten Routen, Wanderstiefel für den Gipfel).
Karten: Im Büro des Naturparks Montgó in Dénia (kostenlose Karten) oder die App Wikiloc herunterladen — Suche nach 'Montgó' oder 'Jávea Küstenwanderungen' für GPS-aufgezeichnete Community-Routen.
Beste Startzeit: Vor 9 Uhr im September. Die meisten Wege sind exponiert und südausgerichtet.
Hunde: Auf den meisten Wegen erlaubt, innerhalb des Naturparks bitte an der Leine.
Parken: Kostenlos an der Casa Forestal (Montgó), kleiner kostenpflichtiger Parkplatz am Cap de la Nau, begrenztes kostenloses Parken am Granadella-Trailhead.
Ferienwohnung in Jávea für Wanderurlauber
Wer einen Wanderurlaub in Jávea plant, sollte die Lage seiner Unterkunft sorgfältig wählen. Ferienwohnungen nahe der Altstadt bieten den schnellsten Zugang zu den Montgó-Einstiegen. Unterkünfte in der Gegend des Cap de la Nau liegen in Laufnähe der Küstenpfade — morgens kein Auto nötig.
Bei JV Properties finden Sie eine große Auswahl an Ferienwohnungen in Jávea für aktive Urlauber — von gemütlichen Apartments in Strandnähe bis zu geräumigen Villen mit Pool in den Hügeln über dem Hafen.
Wichtig zu wissen: Wer direkt bei JV Properties bucht, spart bis zu 18% gegenüber Airbnb oder Booking.com. Mit dieser Ersparnis können Sie die komplette Woche Mittagessen am Granadella-Chiringuito finanzieren. Alle verfügbaren Unterkünfte ansehen.
Fazit
Jávea im September ist ein Wanderparadies. Die Wege sind ruhig, das Licht ist außergewöhnlich, und danach gehören die Strände fast Ihnen allein. Ob Sie den Montgó-Gipfel in Angriff nehmen oder eine entspannte Küstenrunde am Cap de la Nau drehen — abends auf der Terrasse werden Sie das Glas lokalen Weins in vollen Zügen verdient haben.
Raus auf die Wege. Jávea wird Sie überraschen.




