Jávea ist so schön, dass die meisten Urlauber gar nicht auf die Idee kommen, den Ort zu verlassen — und wer könnte das verdenken? Aber die Wahrheit ist: Dieses kleine Stück Costa Blanca liegt in einer außergewöhnlich günstigen Lage. Innerhalb von zwei Stunden Fahrt findet man dramatische Bergdörfer, Großstädte mit Weltklasse-Gastronomie, Flamingo-Seen und einige der schönsten Küstenlandschaften Europas. Nach zehn Jahren hier bin ich immer noch erstaunt, wie viel es jenseits der Stadtgrenzen von Jávea zu entdecken gibt.
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Unterkünfte ansehen →1. Naturpark Montgó (10 Minuten von Jávea)
Streng genommen liegt das direkt vor der Haustür, aber der Montgó verdient eine eigene Erwähnung, weil so viele Urlauber ihn komplett übersehen. Der 753 Meter hohe Bergzug überragt die Stadt, und die Aussicht vom Gipfel ist schlicht atemberaubend: An klaren Tagen sieht man die Balearen, Dénia im Norden und Jáveas Hafen im Süden. Der Hauptweg vom Parkplatz am Camí dels Castellans dauert etwa 3–4 Stunden hin und zurück. Im Juni sollte man früh aufbrechen — ab 10 Uhr wird es bereits warm.
Tipp: Mindestens 2 Liter Wasser pro Person einpacken. Im oberen Abschnitt gibt es keinen Schatten.
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2. Guadalest: Das Bergdorf, das einen sprachlos macht (1 Stunde)
Guadalest ist wohl das meistbesuchte Bergdorf an der Costa Blanca — und das aus gutem Grund. Es thront auf einem steilen Felsen über einem türkisfarbenen Stausee, und die Zufahrtsstraße windet sich durch spektakuläre Schluchten und Mandelplantagen. Im Sommer ist es voll — am besten vor 10 Uhr oder nach 16 Uhr an Wochentagen ankommen, um Reisegruppen zu umgehen. Die Burgruine und der Blick über den Embalse de Guadalest sind jeden Kilometer wert.
Kombiniert den Ausflug mit einem Stopp in Benimantell oder Callosa d'en Sarrià (berühmt für seine Loquat-Früchte) auf dem Rückweg.
Fahrzeit: 55 Minuten über die CV-70 durch Benidorm.
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3. Alicante Stadt (1 Stunde 10 Minuten)
Alicante wird als Reiseziel unterschätzt. Die Burg Santa Bárbara thront direkt über der Stadt und ist kostenlos zugänglich — die Aussicht von oben auf den Hafen und die weiße Stadt gehört zu den schönsten in ganz Spanien. Die Promenade Explanada de España mit Palmen und Mosaikpflaster lädt zum Schlendern ein, und die Tapas-Szene rund um den Mercado Central ist erstklassig.
Im Juni ist die Stadtplaya del Postiguet an Wochentagen überraschend ruhig — fünf Gehminuten vom Zentrum. Am schönsten kommt man mit dem TRAM von Dénia an — einer der schönsten Küstenzugstrecken Spaniens, für rund 5–6 € einfach ab Bahnhof Dénia (30 Minuten mit dem Auto von Jávea).
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4. Peñíscola: Die mittelalterliche Hafenstadt (1 Stunde 30 Minuten)
Wer Peñíscola noch nicht kennt, sollte das schnell ändern. Diese befestigte mittelalterliche Stadt ragt auf einem felsigen Kap ins Meer, gekrönt von einer Templerburg. Die Altstadt innerhalb der Stadtmauern ist klein, aber makellos erhalten — weiße Häuser, enge Gassen, Meeresblick in alle Richtungen.
Die Strände beiderseits des Kaps sind lange Sandstrände, und im Juni ist das Wasser bereits warm genug zum Baden. Anderthalb Stunden Fahrt Richtung Norden auf der AP-7 — lohnt sich für einen ganzen Ausflugstag absolut.
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5. Lagunas de La Mata y Torrevieja – die Rosanen Salzseen (1 Stunde 20 Minuten)
Zwei riesige rosa Lagunen südlich von Alicante — ja, wirklich rosa, durch Algen und Salzgarnelen — mit Flamingos, die durchs flache Wasser waten. Das sieht aus wie eine andere Welt. Die Saline von Torrevieja ist seit der Römerzeit in Betrieb, und das Mikroklima der Gegend gilt als heilsam. Es gibt einen schönen Rundweg um die Laguna de La Mata mit ausgezeichneter Vogelbeobachtung. Morgens hingehen für das beste Licht und die aktivsten Flamingos.
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6. Gandia und der Borgia-Palast (45 Minuten nördlich)
Gandia ist vor allem für seinen breiten Sandstrand bekannt — einer der besten an der Costa Blanca — aber die Altstadt verbirgt ein beeindruckendes Kleinod: den Palau Ducal dels Borja, den Stammpalast der berüchtigten Borgias. Das Innere ist prachtvoll, mit wunderschönen Azulejos. Nach der Besichtigung einfach an den Strand fahren und im Paseo Marítimo Neptú zu Mittag essen — Arroz a Banda (in Fischfond gekochter Reis) ist die regionale Spezialität.
Fahrzeit von Jávea: 45 Minuten nördlich über die CV-736 durch Dénia.
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7. Xàtiva: Burg, Geschichte und der beste Horchata Valencias (1 Stunde)
Xàtiva (ausgesprochen: SHA-tiva) ist eine Inlandstadt, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Die Burganlage — eigentlich zwei Burgen, die entlang eines Hügelkamms verbunden sind — ist riesig und in bemerkenswertem Zustand, mit Weitblick über die valencianische Ebene. Mittelalterliche Gassen, romanische und gotische Kirchen und ein Marktplatz mit alten Steinarkaden machen das Städtchen sehr reizvoll.
Unbedingt in einer der Horchaterías nahe dem Markt haltmachen: eine eiskalte Orxata mit Fartons (weiche süße Gebäckstücke zum Dippen) — eine typisch valencianische Erfrischung, die man kennen muss.
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8. Valencia Stadt – Ein Tagesausflug, der jeden Kilometer rechtfertigt (1 Stunde 40 Minuten)
Valencia ist eine großartige Stadt, und Juni ist ein besonders guter Monat für einen Besuch. Die Ciudad de las Artes y las Ciencias, der spektakuläre Mercado Central und der Strand La Malvarrosa (mit der Straßenbahn erreichbar) ergeben einen perfekten Tagesplan. Das Viertel Barrio del Carmen und die Straßen rund um die Kathedrale bieten ausgezeichnete Restaurants.
Früh starten: Frühstück im Mercado Central vor 9 Uhr (Café con Leche und Gebäck für 2 €), dann die Ciudad de las Artes am späten Vormittag besuchen, bevor die Hitze zunimmt. Ein langer, aber unvergesslicher Tag.
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Praktische Tipps für Tagesausflüge von Jávea
- Mietwagen ist die bequemste Option. Die meisten Ziele sind über gute Autobahnen erreichbar.
- Juni ist ideal für Ausflüge: Die Hitze ist noch nicht auf dem Juli/August-Höhepunkt, Parkplätze sind leichter zu finden, beliebte Sehenswürdigkeiten sind belebt, aber nicht überfüllt.
- Restaurant-Reservierungen an Sommerwochenenden in Guadalest und Alicante im Voraus buchen.
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