Benidorm ist großartig — aber nach ein paar Tagen am Strand fragt man sich zwangsläufig, was die Region sonst noch zu bieten hat. Die Antwort: sehr viel. Ich lebe seit zehn Jahren an der Costa Blanca und unternehme diese Ausflüge immer noch regelmäßig, weil sie einfach immer wieder begeistern. Juni ist für die meisten davon ideal — warm genug für echten Urlaubsfeeling, aber noch weit entfernt von der Gluthitze des August.
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Unterkünfte ansehen →1. Guadalest: Das Bergdorf, das die Schwerkraft zu ignorieren scheint (30 Minuten)
Gualest empfehle ich uneingeschränkt jedem. Das mittelalterliche Dorf liegt auf einem Felsvorsprung etwa 25 km landeinwärts von Benidorm, und der Blick auf den türkisgrünen Stausee ist schlicht atemberaubend. Der Zugang zur Burg (Castell de Sant Josep) führt durch einen in den Fels gesprengten Tunnel.
Im Juni am besten vor 10:30 Uhr dort sein. Ab Mittag kommen die Reisebusse, und die Hauptgasse wird zur Engstelle. Wer früh kommt, trinkt in Ruhe einen Kaffee im Bar El Xorret am Burgeingang, läuft die Mauern entlang und ist zum späten Mittagessen wieder in Benidorm. Der untere Parkplatz ist kostenlos. Eintritt für das Burgareal: ca. 2 €.
Unbedingt ansehen: Das Miniaturenmuseum im Dorf — klingt touristisch, ist aber wirklich faszinierend.
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2. Altea: Das künstlerische Weiße Dorf am Meer (20 Minuten)
Altea ist Benidorms ruhigere, bohemienhafte Nachbarin — und der Kontrast könnte kaum größer sein. Die Altstadt klettert einen Hügel über dem Strandpromenade hinauf: blau gekuppelte Kirche, enge weiß getünchte Gassen, Kunstgalerien, Keramikläden, ordentliche Restaurants. Im Juni ist das Licht hier am späten Nachmittag einfach außergewöhnlich.
Am Strandpromenade parken (Kurzparkzone, ca. 1,20 €/Std.) und zu Fuß hochgehen. Den Abschluss bildet die Plaza de la Iglesia. Zum Mittagessen empfehle ich die Restaurants an der Strandpromenade: frischer Fisch, Reisgerichte und das lokale Spezialität Fideuà (Paella mit Nudeln statt Reis).
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3. Alicante: Echtes Spanien, eine Stunde entfernt
Alicante ist gut eine Stunde mit dem Auto oder rund 90 Minuten mit dem TRAM entfernt — der Küstentram von Benidorm nach Alicante gehört zu den schönsten Zugstrecken Spaniens. Die Stadt hat alles: das mächtige Castillo de Santa Bárbara auf einem kahlen Felsen über der Stadt, die Explanada de España mit ihrem berühmten Wellenmosaik aus Marmor, eine richtige Markthalle (Mercado Central) und das Barrio de Santa Cruz, das an der Burghang hochklettert.
Im Juni ist die TRAM-Fahrt besonders beeindruckend: Zwischen Altea und Calpe verläuft die Strecke direkt an den Klippen entlang. Tickets am besten über die Metrovalencia-App kaufen. Die Burg ist sonntags kostenlos, sonst ca. 3,20 €. Einen ganzen Tag einplanen.
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4. Calpe und der Peñón de Ifach (35 Minuten)
Der Peñón de Ifach — ein 332 Meter hoher Kalksteinfelsen, der aus dem Meer ragt — ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Costa Blanca. Man kann ihn besteigen: eine ordentliche Wanderung (ca. 2 Stunden hin und zurück, mittelschwer), und an klaren Tagen sieht man bis nach Ibiza. Im Juni am besten vor 9 Uhr starten, bevor es in den exponierten Abschnitten zu heiß wird.
Nach der Besteigung lohnt sich ein Blick auf die Lonja de Calpe (Fischmarkt) und die Salinas de Calpe direkt neben dem Felsen — im Juni sind dort oft Flamingos zu sehen. In der Altstadt (Barrio de Ifach) gibt es gute Tapas-Bars.
Parkplatz-Tipp: Der Parkplatz direkt am Fuß des Peñón ist schnell voll. 10 Gehminuten entfernt, bei den Salzwiesen, gibt es mehr Stellplätze.
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5. Insel Tabarca: Echter Mittelmeer-Escape (Boot ab Benidorm)
Tabarca ist die einzige bewohnte Insel der Valencianischen Gemeinschaft und ein Ort, wo das Mittelmeerwasser erstaunlich klar ist. Boote fahren vom Hafen Benidorm ab (z. B. Cruceros Kontiki, ca. 25 € hin und zurück). Die Insel ist klein — in einer Stunde umrundet —, mit einer kleinen ummauerten Altstadt, herrlichem Schnorcheln und dem Restaurant Casa de Emilio, das unbedingt reserviert werden sollte.
Juni ist ideal: Im Juli und August ist die Insel überfüllt. Keine Autos, kein Stress. Sonnencreme, Bargeld und Schnorchelausrüstung einpacken.
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6. Fonts de l'Algar: Wasserfälle im Gebirge (40 Minuten)
Das überrascht die meisten. Rund 40 km landeinwärts bei Callosa d'en Sarrià gibt es eine Reihe natürlicher Wasserfälle und Felsenbecken (Fonts de l'Algar), gespeist von einer Bergquelle. Im Juni ist das Wasser noch herrlich kühl — perfekt nach der Autofahrt. Mehrere Becken kann man anschwimmen, verbunden durch Holzstege und kurze Wanderwege durch üppige Vegetation.
Eintritt: ca. 5 € pro Person. Früh ankommen — im Sommer ist es ab Mittag voll. Das Dorf Callosa lohnt einen kurzen Spaziergang.
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7. Villajoyosa: Das bunte Fischerdorf (15 Minuten)
Villajoyosa wird kriminell unterschätzt, obwohl es so nah ist. Die bunt bemalten Häuserfronten direkt am Meer sind einmalig — angeblich malten Fischer ihre Häuser in verschiedenen Farben, um sie vom Meer aus erkennen zu können. Das Städtchen hat dienstags und freitags einen lebhaften Markt, ein Schokoladenmuseum der Marke Valor (eine der bekanntesten Schokoladenmarken Spaniens) und mehrere Fischrestaurants, die sich in dreißig Jahren kaum verändert haben.
Nur 15 Minuten von Benidorm und eine andere Welt. Am nördlichen Ende der Strandpromenade parken und nach Süden schlendern.
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Mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln?
Für die meisten dieser Ausflüge ist ein Mietwagen deutlich praktischer. Wer in einer Ferienwohnung in Benidorm wohnt, hat oft Parkmöglichkeiten in der Nähe. Der TRAM deckt Altea, Calpe und Alicante gut ab. Für Guadalest und Fonts de l'Algar braucht man praktisch ein Auto.
Mauthinweis: Die Autobahn AP-7 ist die schnellste Route nach Alicante (ca. 3-4 € pro Richtung). Die N-332 an der Küste ist kostenlos und außerhalb der Stoßzeiten genauso schnell.
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