Wenn es einen Spaziergang gibt, den jeder Besucher von Albir mindestens einmal unternehmen sollte, dann ist es der Küstenpfad zum Leuchtturm von Albir an der Punta Bombarda. Ich mache diesen Weg seit fast zehn Jahren und halte immer noch an derselben Felsenkante auf halbem Weg inne — nicht wegen der Anstrengung, sondern wegen des Ausblicks. An einem klaren Junimorgen, wenn das Mittelmeer unten funkelt und die Silhouette des Montgó in der Ferne schwebt, wird es auf der Costa Blanca kaum besser als das.
Es ist keine schwierige Wanderung. Es sind 4,5 km hin und zurück auf einem gut gepflegten Weg durch den Naturpark Serra Gelada, ideal für Paare, aktive Senioren und alle, die dramatische Küstenlandschaft ohne geführte Expedition erleben möchten. Dennoch: festes Schuhwerk ist Pflicht — der Pfad ist stellenweise felsig — und Wasser ist ein Muss, besonders im Juni, wenn die Temperaturen schon am Vormittag die 28–30°C erreichen.
So kommt man zum Ausgangspunkt des Leuchtturmwegs
Der Weg beginnt am nördlichen Ende des Playa del Albir, genau dort, wo die asphaltierte Promenade endet und der Naturpark beginnt. Die Infotafeln und die niedrige Holzschranke markieren den Einstieg deutlich. Das Parken in Albir ist im Vergleich zum nahen Benidorm entspannt — es gibt einen kostenlosen Parkplatz am Kreisverkehr nahe dem Strand, der sich im Sommer allerdings schnell füllt. Mein Tipp: vor 9 Uhr ankommen oder erst ab 17 Uhr, wenn die Tagesausflügler abreisen.
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Was euch auf dem Weg erwartet
Der Pfad folgt der Küstenlinie nach Nordosten und steigt sanft durch die typische mediterrane Macchia der Serra Gelada an. Ihr passiert windgeformte Kalksteinformationen, kleine Aussichtspunkte mit Bänken — nutzt sie, der Blick zurück über Albir und l'Alfàs del Pi ist jeden Moment wert — und umrundet schließlich das Kap, um den Leuchtturm dramatisch über dem Meer zu entdecken.
Der Leuchtturm — offiziell Far de la Punta Bombarda — stammt aus dem Jahr 1863 und ist noch immer in Betrieb. Das Innere ist nicht zugänglich, aber der Bereich davor ist weitläufig und ideal für eine Pause. Im Juni blüht hier noch die Wildflora: gelbe Anthyllis cytisoides, lavendelartige Sträucher und vereinzelt leuchtend rote Mohnblumen, die sich in Ritzen des Kalksteins festhalten.
Vom Leuchtturm nach Süden blickt man auf die Hochhäuser von Benidorm, die absurderweise aus dem Meer ragen — ein Kontrast, der den eigenen Charakter von Albir unterstreicht. Nach Norden erstreckt sich die Küste bis Calpe, und an klaren Tagen ist der mächtige Peñón de Ifach zu sehen. Ein Fernglas lohnt sich.
Die beste Zeit für den Weg im Juni
Juni ist einer meiner Lieblingsmonate für diese Wanderung. Die Massen des Hochsommers sind noch Wochen entfernt, der Weg ist trocken aber nicht ausgedörrt, und das Morgenlicht auf dem Kalkstein ist schlicht außergewöhnlich. Vor 9 Uhr losmarschieren und ihr habt den Pfad fast für euch allein.
Den Mittag unbedingt meiden. Im zweiten Teil des Wegs gibt es kaum Schatten, und in der Junisonne kann das schnell unangenehm werden. Wer mit Kindern oder hitzeunerfahrenen Mitgehern unterwegs ist, sollte den Nachmittagsslot ab 17 Uhr wählen — das Licht ist wärmer, die Temperatur angenehmer, und ein Sonnenuntergang vom Kap aus ist wirklich unvergesslich.
Was mitnehmen: - Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person - Sonnencreme (Faktor 50 ist im Juni keine Übertreibung) - Kopfbedeckung - Feste Schuhe oder leichte Wanderschuhe - Kamera
Nach dem Weg: Erholen in Albir
Das Schöne an einem Spaziergang, der am Strand endet, ist: das Meer wartet auf euch. Der Playa del Albir ist ein Blaue-Flagge-Strand mit ruhigem, klarem Wasser und feinem Kieselstrand. Nach dem Leuchtturmweg direkt ins Mittelmeer springen — das ist schlicht perfekt.
Für Essen und Trinken sind die Restaurants entlang der Avenida de l'Albir empfehlenswert. Ich mag besonders El Pòrtic für seine üppigen Reisgerichte, und die Strandterrassen am Kreisverkehr für ein eiskaltes Bier nach dem Sonnenwandertag.
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Der Leuchtturmweg in Albir kostet nichts, dauert unter zwei Stunden und ist das Erlebnis, das jede Ferienwoche krönt. Ich mache ihn seit zehn Jahren. Ich bin ziemlich sicher, dass ihr wiederkommen werdet.
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